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Sparefroh

Ohne sie wäre das Leben wohl nur halb so schön, in jedem Fall aber um vieles weniger angenehm: Kühlschrank, Waschmaschine und Co. gehören längst zum Standard in modernen Haushalten. Dass so viel Bequemlichkeit mitunter auch ihren Preis hat, wird spätestens beim Blick auf die monatliche Stromrechnung klar. Das muss aber nicht so sein...

Energieeffizienz lautet das Zauberwort. Dabei schont Energie sparen nicht nur den eigenen Geldbeutel, auch aus ökologischer Sicht führt kein Weg mehr am sinnvollen Umgang mit wertvollen Ressourcen vorbei. Und es ist gar nicht mal so schwer: Ein paar wenige Verhaltensänderungen und zeitgemäße Elektrogeräte können hier schon wahre Wunder bewirken. Moderne Haushaltsgeräte verbrauchen nämlich nur noch einen Bruchteil an wertvoller Energie. Bis zu 30 Prozent können so eingespart werden, wobei das Einsparpotenzial freilich von Gerät zu Gerät unterschiedlich ist.

Sparen in der Küche

Die größten Einsparmöglichkeiten ergeben sich natürlich dort, wo auch größten Verbraucher beheimatet sind. Und das ist im Regelfall die Küche, wo schon allein das Kühl- und Gefriergerät für fast 20 Prozent des Stromverbrauchs eines Haushalts verantwortlich ist. Kühl- und Gefriergeräte sind im Dauereinsatz. Rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr, sorgen sie dafür, dass Obst, Gemüse knackig bleiben, halten Joghurt und Fleisch frisch und die Tiefkühlpommes gefroren. Ist hier nun beispielsweise ein zehn Jahre altes Gerät im Einsatz, dann haben Sie einen echten Stromfresser im Haushalt. Dank neuer Dämmstoffe, leistungsfähigeren Kompressoren und verbesserter Bauweise verbrauchen neue Geräte nämlich nur noch halb so viel Energie wie der technologische Oldtimer. Wichtig ist es aber, beim Neukauf aufs Energielabel zu schauen: Unter A++ sollten sie gleich gar nicht zugreifen.

Apropos Neukauf: Ist Ihr Gerät älter als zehn Jahre, lohnt sich eine Neuanschaffung auch bei funktionierendem Gerät recht schnell. Steht eine Reparatur des Altgeräts an, dann sollten Sie bereits bei einem fünf Jahre alten Gerät zugreifen.

Ebenfalls in der Küche zu finden ist der geliebte Geschirrspüler. War das Spülen per Hand vor 20 Jahren noch kostengünstiger als per Maschine, so hat sich das inzwischen umgekehrt. Heute kostet die Handwäsche das Doppelte und verbraucht auch ungleich mehr wertvolles Wasser. Richtig eingesetzt spart ein Geschirrspüler somit nicht nur Zeit und Arbeit, sondern auch Energie und Wasser und schont damit die Umwelt. Besonders effizient arbeitet die Maschine, wenn sie voll beladen ist und das Geschirr nicht unter fließendem Wasser vorgespült wurde. Es reicht, vor dem Einräumen grobe Speisereste im Mülleimer zu entsorgen.

Elektroherd

Auch der Elektroherd gehört zu den eher größeren Stromverbrauchern im Haushalt. Allerdings ist auch nichts so individuell wie die Zubereitung von Lebensmitteln. Und da der Energieverbrauch im privaten Haushalt vor allem vom Nutzungsverhalten abhängt, bietet das vielfältige Angebot an Backöfen, Kochstellen, Dunstabzugshauben, Mikrowellen-, Dampf- und Kleingeräten viele Möglichkeiten, Energie zu sparen. Aber auch der Nutzer kann viel beitragen, etwa indem er nur zur Kochstelle passende Töpfe verwendet. Ist ein Topf nur drei Zentimeter kleiner als die Kochstelle, gehen bereits 30% an Energie verloren. Auch beim Kochen ohne Deckel wird das Dreifache an Energie benötigt. Und noch ein Tipp: Zum Erhitzen derselben Wassermenge braucht ein Wasserkocher weniger Energie als die Herdplatte. Auch spezielle Eierkocher bzw. eine Mikrowelle sind sparsamer.

Sparen bei der Wäschepflege

Waschmaschine

Ein Leben ohne Waschmaschine ist praktisch unvorstellbar. Über 500 kg Wäsche muss ein Durchschnittsgerät übers Jahr bewältigen. Da kommt an Wasser, Strom und Waschmittel so einiges zusammen. Neugeräte verbrauchen rund ein Drittel weniger Energie als zehn Jahre alte Geräte. Noch stärker gesunken ist der Wasserbedarf. Das entlastet die Haushaltskasse und schont die Umwelt.

Soll die Wäsche dann anschließend auch maschinell getrocknet werden, sollte ein Wärmepumpentrockner die erste Wahl sein. Hierbei handelt es sich um Kondensationstrockner, bei denen die Energie in Form von Wärme wieder dem Trocknungsprozess zugeführt wird. Wärmepumpentrockner sind im Anschaffungspreis zwar etwas teurer als herkömmliche Kondensationstrockner oder Ablufttrockner, sie benötigen aber rund 50 Prozent weniger Energie. Wärmepumpentrockner erreichen derzeit auch als einzige die beste Energieeffizienzklasse A.

Übrigens: auch das Trocknen auf der Indoor-Wäscheleine ist nicht gratis, abgesehen davon, dass diese sogar gesundheitsschädlich sein kann. Beim Trocknen einer Waschmaschinenladung gelangen nämlich mehrere Liter Wasser als feuchte Luft in den Raum, die Gefahr von Schimmelpilz steigt. Die Nässe lässt sich nur mit Frischluft und erhöhtem Heizaufwand in den Griff bekommen. Trocknet die Wäsche also im beheizten Raum bei gekipptem Fenster, ist der CO2-Ausstoß um vieles höher als beim Einsatz eines Wärmepumpentrockners - selbst wenn man Herstellungs- und Entsorgungsaufwand des Geräts mit einbezieht.

Bügeln

Last but not least kann einem auch das Bügeln teuer zu stehen kommen - vor allem wenn die Wäsche noch zu nass oder bereits zu trocken ist. "Bügelfeuchte" Wäsche ist am leichtesten und energiefreundlichsten zu bügeln. Schalten Sie das Bügeleisen in den Pausen ab und setzen Sie auf wärmereflektierende Bügelbrettbezüge.

Sparen im Wohnzimmer

Auch die Fernseher werden bereits mit dem Energielabel der Europäischen Union ausgezeichnet, wobei der Energiebedarf sehr von der jeweiligen Bildschirmgröße abhängt. Allerdings gibt es auch innerhalb derselben Bildschirmklasse teilweise enorme Unterschiede. Allerdings gilt es hier auch zu beachten, ob das Fernsehgerät nicht vielleicht zusätzliche Funktionen integriert hat, die unter Umständen zusätzliche Geräte unnötig machen. Ist ein Receiver eingebaut, dann fällt schon mal eine Sat-Box weg. Und hat das TV-Gerät gar noch einen eingebauten Festplatten-Recorder, spart man sich das nächste Zusatz-Gerät.

Stand-by Betrieb

Die größte Falle im Wohnzimmer lauert aber ohnehin weniger beim direkten Energiebedarf, sondern vielmehr beim indirekten: Im Stand-by Betrieb. Egal ob Router, DVB-T-Box oder TV-Receiver, durch den Stand-by Betrieb entstehen enorme Energiekosten die eigentlich unnötig wären. Bis zu fünf Prozent sollen es in einem typischen österreichischen Haushalt sein. Jedes Watt an Standby-Leistung schlägt sich in der Jahresstromrechnung übrigens mit rund 1,2 Euro zu Buche. Einfache Abhilfe verschafft hier eine schaltbare bzw. eine intelligente Steckerleiste bei der die Geräte auf Knopfdruck vom Stromkreis getrennt werden. Und fährt man zwei oder drei Wochen auf Urlaub, dann sollte man diesen auch seinen Elektrogeräten gönnen - das Konto wird's danken.

Licht aus

Energiesparlampen

Wer kennt den Satz nicht aus seiner Jugend: "Schalt das Licht aus, wenn du aus dem Zimmer gehst"! Das Licht ausschalten wäre wohl auch das probateste Mittel, um Strom zu sparen. Im Dunkeln wäre dann zwar gut munkeln, abendfüllend ist der Aufenthalt im Finsteren aber bei weitem nicht. Aber es gibt Abhilfe. Nachdem die Europäische Union den stromfressenden Glühbirnen den Kampf angesagt hat, sind Energiesparlampen derzeit die gängigste Alternative. Im Gegensatz zu Glühbirnen haben Energiesparlampen nämlich eine zehnmal längere Lebensdauer und verbrauchen um ein Fünftel weniger Elektrizität. Allerdings haben Energiesparlampen einen schlechten Ruf, vor allem weil in vielen nach wie vor giftiges Quecksilber zum Einsatz kommt. Geht eine Lampe zu Bruch sollten die Scherben nur mit Handschuhen angefasst werden.

LED-Lampen

Weitaus besser als die meisten Energiesparlampen schneiden LED-Lampen ab. Im Vergleich zur Glühlampe können damit sogar bis zu 85 Prozent Energiekosten eingespart werden. Eine Energiesparlampe schafft nur 70 Prozent. Die höheren Anschaffungskosten rechnen sich durch den geringen Energieverbrauch schon nach drei Jahren. Auch lohnt es sich qualitativ hochwertige LED-Lampen zu bevorzugen, da viele Billig-Angebote Probleme damit haben, ein Zimmer auszuleuchten und in natürliches Licht zu tauchen. Viele chinesische Billigprodukte flimmern auch, was zwar das Auge nicht wahrnimmt, im Gehirn aber Stress hervorrufen kann.